Dunkel Hell

Langmatz investiert 45 Millionen Euro in Oberau

Die Firma Langmatz plant eine umfangreiche Investition in Oberau – und stellt damit die Weichen für die Zukunft. Der Standort soll nicht nur deutlich erweitert werden, sondern künftig auch die neue Unternehmenszentrale beherbergen.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 45 Millionen Euro gehört das Vorhaben zu den größten Industrieprojekten der Region. Geplant ist der Bau einer hochmodernen Produktions- und Lagerhalle, ergänzt durch drei Büroetagen sowie eine Kantine. Der Baustart ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Perspektivisch wird der Hauptsitz von Garmisch-Partenkirchen nach Oberau verlagert. Der Gemeinderat gab dem Antrag einstimmig grünes Licht.

In den Reihen der Kommunalpolitik herrschte Einigkeit darüber, dass das Projekt an der Alten Ettaler Straße einen deutlichen Imagegewinn für die Gemeinde darstellt. Bürgermeister Peter Fink (Freie Oberau) zeigte sich erfreut: „Es ist gut für den Ort, ein solches Unternehmen im Hintergrund zu haben.“ Langmatz verarbeitet Kunststoffe und Metalle für die Telekommunikations- und Energietechnik. Mit dem Neubau sollen Produktion, Lagerlogistik und Verwaltung künftig an einem Standort gebündelt werden. Johann Klein (Freie Oberau) sprach von einem klaren Bekenntnis des Unternehmens zu Oberau und betonte, wie wichtig die geschlossene Unterstützung des Gemeinderats sei.

Neubau als Investition in die Zukunft

Auch Gregorio Calocero (CSU) verwies auf die insgesamt angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland. Gerade deshalb sei es ein starkes Signal, wenn ein Unternehmen bereit sei, in dieser Größenordnung zu investieren. Thomas Kuba (CSU) erinnerte an Altbürgermeister Peter Imminger, der Langmatz Anfang der 2000er-Jahre nach Oberau geholt hatte. Zugleich machte er auf die Dimensionen des Projekts aufmerksam: Der Gebäudekomplex mit Halle, Büros und Kantine wird sechs Stockwerke umfassen und misst 59 Meter in der Breite, 56 Meter in der Länge und 27 Meter in der Höhe. Das Hochregallager erstreckt sich sogar über 137 Meter.

Mit der Erweiterung verfolgt Langmatz das Ziel, interne Abläufe weiter zu verbessern, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und den Standort langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen. Geschäftsführer Dieter Mitterer betont, dass der Einsatz modernster und effizienter Produktionsanlagen die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern soll. Gleichzeitig entstünden neue Wachstumsperspektiven. Der Neubau ermögliche zudem die vollständige Verlagerung des Hauptsitzes von Garmisch-Partenkirchen nach Oberau.

Wie das bisherige Firmengebäude Am Gschwend künftig genutzt wird, ist noch offen. Dazu befinde sich das Unternehmen in konstruktiven Gesprächen mit der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen, so Mitterer.

Mit dem Projekt bekennt sich Langmatz langfristig zum Standort Oberau. Das geplante Wachstum soll mit der bestehenden Belegschaft umgesetzt werden. Derzeit arbeiten rund 440 Mitarbeiter in den Werdenfelser Betrieben. Für die Gemeinde bedeute die Entscheidung eine dauerhafte Partnerschaft und eine verlässliche Basis für eine solide Haushaltsplanung, hebt der Geschäftsführer hervor.

Sofern der Zeitplan eingehalten wird, sollen die neuen Gebäude im ersten Quartal 2028 fertiggestellt sein. Anschließend ziehen die Mitarbeiter ein und der Betrieb nimmt seinen Start auf. Die offizielle Adresse des international tätigen Unternehmens lautet dann Alte Ettaler Straße 10 in Oberau.

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